Tessenturm

Im Keller des Hauses Wagemannstraße 33-35 befinden sich die Fundamentreste des sog. Tessen- oder Teschenturms. Er war einer der halbrunden Befestigungstürme der Heidenmauer.
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Hier in der Wagemannstraße 33–35 sind im Keller die Fundamente des sogenannten Tessen- oder Teschenturms erhalten, der ursprünglich halbrund angelegt war. Der Turm findet erstmals 1503 Erwähnung und wird gemeinhin mit der Heidenmauer in Verbindung gebracht, da sein Kern römischen Ursprung ist. Bis 1731 waren noch insgesamt vier Türme sichtbar gewesen, die der Heidenmauer zugerechnet werden, 1754 nur noch drei. Davon ist heute nur noch der Heidenturm an der Heidenmauer am Schulberg erhalten. Er ist baulich in die Heidenmauer eingebunden und springt halbrund auf deren Nordseite vor. Er muss also gleichzeitig mit der Heidenmauer erbaut worden sein. Der dritte Turm befand sich in der Nähe der heutigen De Laspée-Straße auf der Höhe des Chores der Marktkirche. Er wird 1489 erstmals erwähnt und wurde bereits 1817 abgebrochen. Somit lassen sich keine Aussagen darüber treffen, ob er ebenfalls einen römischen Kern besaß. Im Gegensatz zu den beiden anderen Türmen war dieser jedoch rechteckig angelegt.
Vorspringende Wehrtürme sind in der römischen Militärarchitektur erstmals am Ende des 2. Jhs. n. Chr. belegt, treten aber hauptsächlich im späten 3. und im 4. Jh. n. Chr. auf.

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